About

DE
EN

Der bulgarisch-deutsche Dirigent Svetoslav Borisov ist seit Beginn der Spielzeit 2025/2026 Erster Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Anhaltischen Theater Dessau, nachdem er zuvor mehrere Jahre in gleicher Funktion am Theater Magdeburg tätig war. Er ist darüber hinaus Künstlerischer Leiter des österreichischen Kammerorchesters CON FUOCO. Von 2013 bis 2015 war er Assistent von GMD Steven Sloane und Dirigent der Bochumer Symphoniker sowie bis 2016 Chefdirigent der Staatsoper Varna. Zu Beginn der Spielzeit 2023/2024 ernannte ihn die Oper zu ihrem Ständigen Gastdirigenten. Im Oktober 2023 wurde Svetoslav Borisov für seine Interpretation von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos in der Kategorie Dirigent für den Opernwelt Award nominiert.

In der Spielzeit 2026/2027 dirigiert Borisov am Anhaltischen Theater Dessau unter anderem Mozarts Le nozze di Figaro, Janáčeks Jenůfa sowie die Uraufführung des Balletts Mythen der Liebe mit Musik von César Franck und Maurice Ravel. An die Oper Krakau kehrt er für eine Neuproduktion von Gounods Faust zurück. Weitere Engagements führen ihn erneut an die Staatsoper Varna. Im Dezember 2026 debütiert er im Konzerthaus Berlin, im Sommer 2027 bei den Münchner Symphonikern.

Zu den Opern- und Ballettproduktionen der vergangenen Spielzeiten zählen La bohème am Theater Münster, Die Zauberflöte am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und an der Nationaloper Sofia, Turandot an der Oper Krakau sowie Le Corsaire an der Staatsoper Istanbul. Am Anhaltischen Theater Dessau dirigierte Borisov Don Giovanni, Così fan tutte, La bohème und Tschaikowskys Schwanensee sowie das Ballett Valses mit Musik von Maurice Ravel. An der Staatsoper Varna leitete er zuletzt Donizettis Don Pasquale, Verdis Rigoletto sowie eine Wagner-Gala. Zu seinem Opern- und Ballettrepertoire zählen darüber hinaus Werke wie Aida, Falstaff, La traviata, Die Liebe zu drei Orangen, Eugen Onegin, Carmen, Roméo et Juliette, Salome, Vanessa, Fidelio, La finta giardiniera, Die Fledermaus und Der fliegende Holländer.

Gastengagements in China, Belgien, Griechenland, Litauen, Rumänien, Israel, der Ukraine und der Türkei sowie in Portugal und Kolumbien unterstreichen die internationale Ausrichtung seiner Tätigkeit. Zu den Orchestern, mit denen er zusammenarbeitete, zählen unter anderem die Düsseldorfer Symphoniker, das Beethoven Orchester Bonn, das Bruckner Orchester Linz, die Brandenburger Symphoniker, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, das Istanbul State Symphony Orchestra, das Jerusalem Symphony Orchestra, die Sofia Philharmonic, das Orquestra Metropolitana de Lisboa und das Orquesta Filarmónica de Bogotá. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in bedeutende Säle wie den Wiener Musikverein, die Berliner Philharmonie, deSingel Antwerpen, den Musikverein Graz, das Konzerthaus Dortmund und das Musikforum Ruhr sowie zu Festivals wie dem Grafenegg Festival, dem Kurt Weill Fest Dessau, dem Varna Summer Festival und dem Jerusalem Lyric Opera Festival.

Bulgarian-German conductor Svetoslav Borisov has been First Kapellmeister and Deputy General Music Director at the Anhaltisches Theater Dessau since the beginning of the 2025/2026 season, having previously held the same position for several years at Theater Magdeburg. He is also Artistic Director of the Austrian chamber orchestra CON FUOCO. From 2013 to 2015, he served as Assistant to General Music Director Steven Sloane and Conductor of the Bochumer Symphoniker, during this period, he also served as Chief Conductor of the Varna State Opera, a position he held until 2016. At the beginning of the 2023/2024 season, the company appointed him its Principal Guest Conductor. In October 2023, Svetoslav Borisov was nominated for the Opernwelt Award in the Conductor category for his interpretation of Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos.

During the 2026/2027 season, Borisov conducts Mozart’s Le nozze di Figaro, Janáček’s Jenůfa and the world premiere of the ballet Mythen der Liebe, featuring music by César Franck and Maurice Ravel, at the Anhaltisches Theater Dessau. He returns to Kraków Opera for a new production of Gounod’s Faust, with further engagements taking him back to the Varna State Opera. In December 2026, he makes his debut at the Konzerthaus Berlin, followed by his debut with the Münchner Symphoniker in summer 2027.

Recent opera and ballet productions include La bohème at Theater Münster, Die Zauberflöte at the Hessisches Staatstheater Wiesbaden and Sofia National Opera, Turandot at Kraków Opera, and Le Corsaire at Istanbul State Opera. At the Anhaltisches Theater Dessau, Borisov has conducted Don Giovanni, Così fan tutte, La bohème, Tchaikovsky’s Swan Lake and the ballet Valses, featuring music by Maurice Ravel. At the Varna State Opera, his recent engagements include Donizetti’s Don Pasquale, Verdi’s Rigoletto and a Wagner Gala. His opera and ballet repertoire also includes works such as Aida, Falstaff, La traviata, The Love for Three Oranges, Eugene Onegin, Carmen, Roméo et Juliette, Salome, Vanessa, Fidelio, La finta giardiniera, Die Fledermaus and Der fliegende Holländer.

Guest engagements in China, Belgium, Greece, Lithuania, Romania, Israel, Ukraine and Turkey, as well as Portugal and Colombia, reflect the international scope of his career. Orchestras with which he has worked include the Düsseldorfer Symphoniker, Beethoven Orchester Bonn, Bruckner Orchester Linz, Brandenburger Symphoniker, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Istanbul State Symphony Orchestra, Jerusalem Symphony Orchestra, Sofia Philharmonic, Orquestra Metropolitana de Lisboa and Orquesta Filarmónica de Bogotá. His concert appearances have taken him to major venues including the Musikverein Vienna, Berliner Philharmonie, deSingel Antwerp, Musikverein Graz, Konzerthaus Dortmund and Musikforum Ruhr, as well as festivals including the Grafenegg Festival, Kurt Weill Fest Dessau, Varna Summer Festival and Jerusalem Lyric Opera Festival.

Im Graben hält der aus Bulgarien stammende Stellvertreter des GMD, Svetoslav Borisov, die Fäden zusammen und spornt die Musikerinnen und Musiker der Magdeburgischen Philharmonie zu Höchstleistungen an. Er präsentiert eine Mixtur aus höchst expressiver Musik, die sich in schwelgerischen Bögen immer wieder charakterlich der Filmmusik nähert, lässt auch den liedartigen Passagen Raum, die Barber in seine Partitur gesponnen hat; so wird es also auch akustisch ein Hochgenuss im Opernhaus Magdeburg. Regie und Dirigat gehen Hand in Hand und nur so kann es so ein rundum perfekter Abend werden. Das Publikum im nahezu ausverkauften Haus – für so eine Rarität schon bemerkenswert – ist ähnlich begeistert wie ich, bejubelt alle Beteiligten und zollt nicht nur Noa Danon Tribut, sondern vor allem auch Svetoslav Borisov und seinem Orchester. (Samuel Barber - "Vanessa")
Jochen Rüth, Der Opernfreund
DE
EN

Eine besondere künstlerische Verbindung pflegt Borisov zu Graz. 2007 gründete er dort das Kammerorchester CON FUOCO, dessen Künstlerischer Leiter er bis heute ist. Mit dem Ensemble realisierte er zahlreiche Konzert- und Opernprojekte sowie Konzertreisen im In- und Ausland, darunter Produktionen im Kammeropern-Zyklus des Musikvereins Graz; eine Aufführung von Suppés Die schöne Galathée in der Originalfassung wurde vom ORF ausgestrahlt. Auch mit den Grazer Philharmonikern entwickelte sich eine kontinuierliche Zusammenarbeit: Nach einem kurzfristigen Einspringen für Krzysztof Penderecki wurde Borisov mehrfach an das Pult des Orchesters eingeladen.

Svetoslav Borisov studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und schloss dort 2010 sein Masterstudium im Fach Orchesterdirigieren bei Martin Sieghart mit Auszeichnung ab. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er unter anderem von Bernard Haitink, Kurt Masur, Jesús López Cobos und Ralf Weikert sowie im Rahmen der Internationalen Dirigentenakademie Bochum von Steven Sloane, Sir Roger Norrington und Sylvain Cambreling.

 

Borisov has a particularly strong artistic connection with Graz. In 2007, he founded the chamber orchestra CON FUOCO there and has served as its Artistic Director ever since. With the ensemble, he has realised numerous concert and opera projects as well as concert tours in Austria and abroad, including productions in the Musikverein Graz chamber opera series; a performance of Suppé’s Die schöne Galathée in its original version was broadcast by ORF. He has also developed an ongoing collaboration with the Graz Philharmonic: following a last-minute substitution for Krzysztof Penderecki, Borisov has been invited back to conduct the orchestra on several occasions.

Svetoslav Borisov studied at the University of Music and Performing Arts Graz, graduating with distinction in 2010 with a Master’s degree in orchestral conducting under Martin Sieghart. Further important artistic influences include Bernard Haitink, Kurt Masur, Jesús López Cobos and Ralf Weikert, as well as Steven Sloane, Sir Roger Norrington and Sylvain Cambreling at the International Conducting Academy in Bochum.

 

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen rettete Dirigent Svetoslav Borisov ein Orchesterkonzert im Musikverein. Im November sprang er für Krzysztof Penderecki, nun für Dennis Russell Davies ein. Mit dem Linzer Bruckner-Orchester führte er Bruckners “Romantische” und das Violinkonzert Richard Dünsers auf. Ein junger Dirigent und ein Orchester mit mehr Bruckner-Erfahrung als die meisten anderen – eine Kombination, die Funken sprühen ließ. Kräftig und jugendlich klang der Kopfsatz von Bruckners “Romantischer”. Die typische Terrassen-Dynamik Bruckners […] kostete Borisov genussvoll aus. Noch schöner aber war, wie […] Borisov inmitten all der Monumentalität reizende Zwischenepisoden platzierte. (Sinfoniekonzert im Musikverein Graz)
Martin Gasser, Kronenzeitung